Christoph Deinhard, Dipl.-Ingenieur

Unternehmen
XXX GmbH / Herstellung von Turngeräten
Position
CEO (Geschäftsführer, Übertragende Sanierung in NewCo, Mandat der Aufnehmenden Gesellschaft)
Aufgabe
Sanierung, Post-Merger-Integration ab Übernahme nach Insolvenz durch einen holländischen Wettbewerber; zweistellige Umsatzrendite + Rückzahlung der Übernahmefinanzierung nach drei Monaten.
Umsetzung
Das insolvente Unternehmen war mehr als 100 Jahre in Familienbesitz gewesen und hatte ganz außerordentliche Stille Reserven gehabt, von denen es die letzten 10 Jahre seiner Zugehörigkeit zur Familie gezehrt hatte, bis keine Kreditwürdigkeit mehr vorhanden war. Schon Jahre vorher hatte das Unternehmen mit Wettbewerbern Übernahmeverhandlungen geführt; diese waren letztlich an zu hohen Preisvorstellungen der Familie gescheitert. Nach Insolvenz gestaltete sich die Übernahme durch den Investor aus dem Europäischen Ausland vergleichsweise einfach. Vom einzigen Interessenten für die Übertragende Sanierung wurde das Unternehmen mit einem Asset-Deal in eine NewCo aufgenommen; übernommen wurden alle Current Assets, das laufende Geschäft, die bestehenden Kundenverbindungen sowie ca. 75% der vorhandenen Mitarbeiter. Insbesondere die Verhandlung mit den Zuliefereren gestaltete sich anfangs schwierig. Für die Dauer von ca. 3 Monaten wurde nur gegen Vorkasse geliefert. Zulieferer, die darauf bestanden, alle Forderungen bezahlt zu bekommen, die sie gegenüber der insolventen Firma hatten, wurden aussortiert. Dies gestaltete sich insbesondere bei Konstruktionsteilen als schwierig, aber innerhalb der Lieferfähigkeit als machbar. Bei Abschluss des Mandats war das Unternehmen, zusammen mit der Muttergesellschaft, bereits weltweiter Marktführer.