Christoph Deinhard, Dipl.-Ingenieur

Unternehmen
XXX AG / Werkzeugmaschinenbau
Position
CIO
Aufgabe
Weltweite Ablösung der kompletten IT-Infrastruktur und Implementierung eines integrierten ERP-Systems sowie von b2b binnen 18 Monaten, Produktivitäts­erhöhung um 40%
Umsetzung
Es handelte sich um dasselbe unten aufgeführte Unternehmen, das 1993 saniert wurde (Mandat 7.) und in welches 1994 ein weiteres Unternehmen im Rahmen einer Übertragenden Sanierung integriert worden war (Mandat 9.). Insgesamt hatte das Unternehmen vier Hauptstandorte, die aus ursprünglich vier selbständigen Unternehmen hervorgegangen waren. Damit gab es vier geradezu gegenläufige Unternehmenskulturen, vier völlig unterschiedliche und inkompatible ERP-Systeme, unterschiedliche Standards bei Netzwerken, Frontends, Reporting-Systemen u.s.w.. Zusätzlich versuchte jedes der ursprünglich selbständigen Unternehmen, in diesem Kontext die Gestaltungshoheit zu erkämpfen, teils mit nicht ganz durchsichtigen Mitteln. Damit war die Einführung der neuen IT-Systeme, bei denen keines der vorhanden Syteme ausgerollt wurde, vor allem ein Projekt zur Post-Merger-Integration. Wie üblich, vereinigen sich divergierende Parteien, wenn man ihnen einen gemeinsamen Feind gibt oder - wie in diesem Fall - eine gemeinsame Aufgabe, die scheinbar nicht bewältigt werden kann und deshalb von den handelnden Personen die letzten Reserven fordert. Zeit zum Streit bleibt dann nicht mehr. Die Einführung der neuen Systeme erfolgte nach der Methode 'Big-Bang', wegen der Unausweichlichkeit, daß das funktionieren muß. Außerdem konnte auf diese Weise erstmalig ein weltweit präsenter Konzern eine vollständig geschlossene Lösung umsetzen, einschließlich geschlossener Buchungskreise in Realtime. Nach Fertigstellung und Übernahme der notwenigen Daten aus den Altsystemen präsentierte sich das neue System - bei einwandfreier Datenintegrität - mit nur 5% der ursprünglich vorhandenen Datenmengen. Zur Aufgabe gehörte auch die Bereitstellung einer Finanzierung für das Gesamtprojekt (Hardware, Software, Dienstleistungen), da das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt das Projekt aus dem laufenden Cash-Flow nicht finanzieren konnte.